Kufstein, Kitzbühel, klar, das kennt man - aber Osttirol? Es gibt zum Glück noch Geheimtipps, Ecken, in die nur Neugierige kommen. Der Weg dorthin heißt Felbertauernstraße.
Von allen komfortablen Alpenübergängen ist der Felbertauern am wenigsten bekannt, tatsächlich eine Route für Leute, die nicht gerne mit dem Strom schwimmen. Selbst an den stärksten Reisetagen des Hochsommers ist es hier erstaunlich ruhig. Dabei windet sich die erstklassig ausgebaute Strecke oft dreispurig in langgezogenen Kurven bis auf 1632 Meter hinauf, mitten durch die rauhe, hochalpine Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern.
"Staunen statt stauen" steht im Prospekt, und man staunt zunächst einmal über die Geschwindigkeit, mit der man den Süden erreichen kann. Keine Fahrstunde ab Kitzbühel hat man den 5,3 km langen Felbertauern-Tunnel und damit alle notorischen Schlechtwetterzonen hinter sich. Man kurvt hinein nach Osttirol, einen besonders idyllischen Flecken, verschont vom Massentourismus, dafür gesegnet mit 80% Sonnentagen im Jahr und einer atemberaubenden Natur. .
Cruisen auf der Felbertauernstrasse!
Die Adria ist hier schon in Griffweite. Kärnten, Südtirol und das Friaul sind Osttirols Nachbarn, was den kleinen Bezirk mit seiner quirligen Hauptstadt Lienz zum idealen Ausgangspunkt für einige der schönsten Motorradtouren im Bereich des Nationalparks Hohe Tauern, der Dolomiten und des Karnischen Kammes macht.
Seit kurzem bietet der ADAC Felbertauern-Vorverkaufstickets nicht nur für Pkw, sondern auch für Motorräder an. Für die reguläre Einzelfahrt bezahlt man direkt am Tunnel-Südportal 8 Euro. Angeboten wird auch ein Rundfahrtticket Felbertauern/Großglockner um 23 Euro. Tarife und Reisetipps findet man auf der Website der Felbertauernstrasse